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8. Juni 2016 | Kundgebung am Walldorfer Rathaus Noch kein Abhängen der Geschichte Zunächst: Wir wünschen Franz-Rudolf Urhahn eine schnelle und vollständige Genesung. Kurz nachdem Urhahn seine Rede beendet hatte, kollabierte er und wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er operiert wurde. Damit endete die Kundgebung am Rathaus unvermittelt. Kurz darauf beschloss der Ältestenrat, die Stadtverordnetenver- sammlung abzusagen. Etwa zweihundert Menschen folgten dem Aufruf der Bürgerinitiative gegen die Flughafenerweiterung, vor Beginn der Stadtverordnetenversammlung am Dienstag, den 7. Juni gegen die angekündigte Entfernung der vier Transparente in der Stadt zu demonstrieren. Zunächst sprach Petra Schmidt für die Bürgerinitiative. Sie wies darauf hin, dass mit dem Abhängen der Transparente mehr als Symbolik gemeint ist. Es werde damit der Versuch unternommen, fünfzig Jahre Stadtgeschichte auszulöschen oder eben abzuhängen. Sie betonte, dass dies der SPDFWFDP-Koalition aber nicht so leicht gelingen werde. Denn die Menschen, die für ein echtes Nachtflugverbot und eine weitere Flughafenerweiterung eintreten, werden sich auch in Zukunft nicht einfach abhängen lassen. “Unser Kampf geht weiter.” Dann sprach Franz-R. Urhahn, noch Erster Stadtrat der Grünen. Er widersprach der Position der SPD, dass weiterer Widerstand gegen den Ausbau des Flughafens aussichtslos sei. Diese Haltung sei nicht nur eine Kapitulation gegenüber dem Nachbarn Fraport, sondern auch Verrat gegenüber den Nachbargemeinden, die weder den juristischen noch den politischen Widerstand gegen Lärm, Abgase und weitere Ausdehnung des Flughafens aufgegeben haben. Urhahn wandte sich auch gegen den Vorwurf, die juristische Auseinandersetzung der Stadt mit Fraport sei zwecklos gewesen und die zwei Millionen Euro Verfahrenskosten seien rausgeschmissenes Geld, wie es insbesondere die Freien Wähler behaupten. Nein, erläuterte er, ohne diese Auseinandersetzung der letzten Jahre gebe es beispielsweise heute kein Nachtflugverbot von 23.00 bis 5.00 Uhr. Wie hätte man das erreichen können, ohne Klagen gegen Fraport? Schließlich hatte Rudi Hechler das Wort. Er erinnerte daran, dass es lange Zeit einen parteienübergreifenden Konsens in der Stadt gegeben habe, was den Widerstand gegen die nicht enden wollenden Flughafenerweiterungen anbelangt. Prof. Peez (CDU), Kurt Oeser (SPD), er (DKP) haben gemeinsam “friedlich aber gewaltig” gegen den Bau der Startbahn West demonstriert. Dann unterbrach Rudi Hechler seine Rede, da Franz Urhahn zusammenbrach. Die nächste Stadtverordnetenversammlung wird am Dienstag, den 12. Juli, um 18.30 Uhr tagen. Dort wird dann der Antrag von FWSPDFDP behandelt werden, die Geschichte unserer Stadt umzuschreiben. Klar ist, dass die Bürgerinitiative gegen die Flughafenerweiterung wieder aufrufen wird, Öffentlichkeit in der Stadtverordnetenversammlung herzustellen. Also: Termin vormerken.
Ein kleiner Wettbewerb ist ausgebrochen, welches Transparent wohl die neue Koalition statt des bisherigen am Wasserturm anbringen wird: oben der Vorschlag der DKP, unten der der GRÜNEN. Beteiligen Sie sich an diesem Wettbewerb, wir freuen uns auf kreative Zusendungen.
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8. Juni 2016 | Kundgebung am Walldorfer Rathaus Noch kein Abhängen der Geschichte Zunächst: Wir wünschen Franz-Rudolf Urhahn eine schnelle und vollständige Genesung. Kurz nachdem Urhahn seine Rede beendet hatte, kollabierte er und wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er operiert wurde. Damit endete die Kundgebung am Rathaus unvermittelt. Kurz darauf beschloss der Ältestenrat, die Stadtverordnetenver- sammlung abzusagen. Etwa zweihundert Menschen folgten dem Aufruf der Bürgerinitiative gegen die Flughafenerweiterung, vor Beginn der Stadtverordnetenversammlung am Dienstag, den 7. Juni gegen die angekündigte Entfernung der vier Transparente in der Stadt zu demonstrieren. Zunächst sprach Petra Schmidt für die Bürgerinitiative. Sie wies darauf hin, dass mit dem Abhängen der Transparente mehr als Symbolik gemeint ist. Es werde damit der Versuch unternommen, fünfzig Jahre Stadtgeschichte auszulöschen oder eben abzuhängen. Sie betonte, dass dies der SPDFWFDP-Koalition aber nicht so leicht gelingen werde. Denn die Menschen, die für ein echtes Nachtflugverbot und eine weitere Flughafenerweiterung eintreten, werden sich auch in Zukunft nicht einfach abhängen lassen. “Unser Kampf geht weiter.” Dann sprach Franz-R. Urhahn, noch Erster Stadtrat der Grünen. Er widersprach der Position der SPD, dass weiterer Widerstand gegen den Ausbau des Flughafens aussichtslos sei. Diese Haltung sei nicht nur eine Kapitulation gegenüber dem Nachbarn Fraport, sondern auch Verrat gegenüber den Nachbargemeinden, die weder den juristischen noch den politischen Widerstand gegen Lärm, Abgase und weitere Ausdehnung des Flughafens aufgegeben haben. Urhahn wandte sich auch gegen den Vorwurf, die juristische Auseinandersetzung der Stadt mit Fraport sei zwecklos gewesen und die zwei Millionen Euro Verfahrenskosten seien rausgeschmissenes Geld, wie es insbesondere die Freien Wähler behaupten. Nein, erläuterte er, ohne diese Auseinandersetzung der letzten Jahre gebe es beispielsweise heute kein Nachtflugverbot von 23.00 bis 5.00 Uhr. Wie hätte man das erreichen können, ohne Klagen gegen Fraport? Schließlich hatte Rudi Hechler das Wort. Er erinnerte daran, dass es lange Zeit einen parteienübergreifenden Konsens in der Stadt gegeben habe, was den Widerstand gegen die nicht enden wollenden Flughafenerweiterungen anbelangt. Prof. Peez (CDU), Kurt Oeser (SPD), er (DKP) haben gemeinsam “friedlich aber gewaltig” gegen den Bau der Startbahn West demonstriert. Dann unterbrach Rudi Hechler seine Rede, da Franz Urhahn zusammenbrach. Die nächste Stadtverordnetenversammlung wird am Dienstag, den 12. Juli, um 18.30 Uhr tagen. Dort wird dann der Antrag von FWSPDFDP behandelt werden, die Geschichte unserer Stadt umzuschreiben. Klar ist, dass die Bürgerinitiative gegen die Flughafenerweiterung wieder aufrufen wird, Öffentlichkeit in der Stadtverordnetenversammlung herzustellen. Also: Termin vormerken.