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Bach-Dickhaut ist weg
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Alfred J. Arndt 30. August 2016 | Abgerissen Ein Stück Mörfelden geht verloren Der Bach wurde schon vor langer Zeit "verrohrt" und fließt heute unter der Straße "An der Unterpforte". Jetzt ist auch der Bach-Dickhaut Geschichte: Das Kolleg des Traditionslokals "Zum Wiesental" wurde am 27. August (einem Samstag) abgerissen. Der Gesamtkomplex soll, so hört man, in Wohnungen umgewandelt werden. Ob es dringend benötigte Sozialwohnungen werden, ist zu  bezweifeln. Vorbei sind die Zeiten, als man hier in geselliger Runde einen Äbbelwoi trinken und Skat spielen konnte. Vorbei die Zeiten preiswerten Mittagessens, wenn am Schnitzel-Mittwoch der Wirt, von Stammgästen liebevoll "Dickhäuter" genannt,  "Jäger, Wiener, Hawaii?" in die Runde fragte. Vorbei auch die Zeiten, als pfiffige Kerweborsch die Straße über dem versteckten Bach in "Peter-Kees-Straße" umbenannten, nach einem Original des Viertels. Wieder geht ein Stück Mörfelden verloren, nicht zuletzt wegen der "LmaA"-Einstellung der Stadtverwaltung. Die unterhält zwar eine aufwändige Abteilung "Wirtschaftsförderung", ist aber nicht in der Lage, im Altstadtbereich (und anderswo) den Erhalt oder die Ansiedlung von kleinen Geschäften und Kneipen zu fördern. Auch die Erhaltung von Baudenkmälern, traditionsbeladenen Gebäuden und gewachsenen Strukturen klappt nicht. Es fehlt an Visionen und Konzepten, vor allem aber am Willen. "Privateigentum – da können wir nichts machen" ist alles, was man von dort zu hören bekommt. Bleibt zu hoffen, dass die Bauarbeiter, die hier ihren Samstagvormittag opfern mussten, wenigstens die Überstunden ordentlich bezahlt bekamen. Aber auch das ist in diesen Zeiten zweifelhaft.
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Alfred J. Arndt 30. August 2016 | Abgerissen Ein Stück Mörfelden geht verloren Der Bach wurde schon vor langer Zeit "verrohrt" und fließt heute unter der Straße "An der Unterpforte". Jetzt ist auch der Bach-Dickhaut Geschichte: Das Kolleg des Traditionslokals "Zum Wiesental" wurde am 27. August (einem Samstag) abgerissen. Der Gesamtkomplex soll, so hört man, in Wohnungen umgewandelt werden. Ob es dringend benötigte Sozialwohnungen werden, ist zu  bezweifeln. Vorbei sind die Zeiten, als man hier in geselliger Runde einen Äbbelwoi trinken und Skat spielen konnte. Vorbei die Zeiten preiswerten Mittagessens, wenn am Schnitzel-Mittwoch der Wirt, von Stammgästen liebevoll "Dickhäuter" genannt,  "Jäger, Wiener, Hawaii?" in die Runde fragte. Vorbei auch die Zeiten, als pfiffige Kerweborsch die Straße über dem versteckten Bach in "Peter-Kees-Straße" umbenannten, nach einem Original des Viertels. Wieder geht ein Stück Mörfelden verloren, nicht zuletzt wegen der "LmaA"-Einstellung der Stadtverwaltung. Die unterhält zwar eine aufwändige Abteilung "Wirtschaftsförderung", ist aber nicht in der Lage, im Altstadtbereich (und anderswo) den Erhalt oder die Ansiedlung von kleinen Geschäften und Kneipen zu fördern. Auch die Erhaltung von Baudenkmälern, traditionsbeladenen Gebäuden und gewachsenen Strukturen klappt nicht. Es fehlt an Visionen und Konzepten, vor allem aber am Willen. "Privateigentum – da können wir nichts machen" ist alles, was man von dort zu hören bekommt. Bleibt zu hoffen, dass die Bauarbeiter, die hier ihren Samstagvormittag opfern mussten, wenigstens die Überstunden ordentlich bezahlt bekamen. Aber auch das ist in diesen Zeiten zweifelhaft.